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Goethes Farbkreis – seine Farbenlehre
Goethes Farbtheorie baut auf einen elementaren, polaren Gegensatz von Hell und Dunkel (Licht und Finsternis) auf. Sein Farbkreis -betrachtet als „Plus- bzw., Minusseite“ führt er die Wirkung der Farben auf das Gemütsempfinden und die Stimulation auf den Menschen (psychologische Wirkung) aus. Die Farben der Plusseite stimmen regsam, lebhaft, gelb wirkt „prächtig und edel“, die Farben der Minusseite stimmen zu einer unruhigen, sehnenden Empfindung bis hin zur „kühlen, sachlichen Verstandesebene“.
Seine Farbenlehre beeinflusste nicht nur seine Arbeit nachhaltig, sondern hinterlies wegweisende Impulse für moderne und zeitgemäße Anwendung in allen lebenspraktischen Bereichen.
In vielen, auch alten Kulturen gibt es Zeugnisse von Farblehren. Die Tempel der Ägypter, Griechen oder Tibeter wurden in tiefblauen, violetten oder blassrosa Tönen „eingerichtet“, da sie als heilige Schutzzonen galten.
Bis heute werden die Wirkungen von Farben auf die Wirkung des Menschen angewandt. Wissenschaftlichen Studien zu Folge nimmt der Mensch 83% aus visuellen Eindrücken heraus Informationen auf. Unter Berücksichtigung dieser Forschungsergebnisse werden zunehmend Einrichtungen gestaltet, die den Menschen, seine Arbeitsweise (Büro), seinen Gesundheitszustand (Krankenhäuser, REHA – Zentren) und / oder seine Entwicklung (Pädagogik in Kindergärten und Schulen) etc. positiv beeinflussen möchten.
Farben haben Einfluss auf unser Wohlbefinden, auf unser Lebensgefühl und wirken – je nach gewähltem Ton – stimulierend, beruhigend, aufmunternd, aktivierend oder verhelfen gar zu klarem Verstand.
Gelb ist die wohl meistverwendete Farbe in unserem Haus und die „Gute-Laune-Farbe“ schlechthin. Sie strahlt Wärme, Licht und Lebensfreude aus, lädt zum Bleiben ein. Gelb macht wachsam und entschlossen, es fördert das Gedächtnis und klare Denken, stärkt das Selbstvertrauen und führt zu optimistischer Einstellung.
Orange im Cafe zum Beispiel – sorgt für Interesse am Leben, verbessert die Laune, regt den Verstand an und wirkt Erschöpfung entgegen. All dies sind bejahende Attribute für Begegnungen zu finden und neue Wege beschreiten zu wollen.
Rosarote Kinderzimmer wirken wärmend, entspannend und beruhigend. Rudolf Steiner beschreibt dem noch hinzu, dass es der Gemütsstimmung des kleinen Kindes entspricht, die Erinnerungen an die „Farbe im Mutterleib“. Durch die Lasurtechnik wirkt der Raum transparent und vermittelt so eine gewisse Durchlässigkeit.
Erdtöne, wie in den Töpferwerkräumen verwendet, vermitteln Stabilität, beseitigen Unsicherheiten, wirken „verbunden“. So gesehen gute Voraussetzungen für das künstlerische Handwerk(en).
Hellblaue Farbtöne (wie im Büro) sorgen für Klarheit, tragen der Aktivierung der Verstandeskräfte und der Kreativität bei. Ihre „kühle“ Wirkung ist gerade zu erfrischend bei anhaltend geistiger Arbeit.
Die dunkleren Nuancen dagegen wirken entspannend und beruhigend, wie das nächtliche Blau des Himmels.
Wie auch immer gedacht wurde von unseren Besuchern über unsere „Buntheit“, sie hat einen tieferen Sinn und wirkt merklich auf das, wie die Menschen sich hier fühlen. Wie sie sich eingeladen und wohl fühlen.
Wenn Farbwirkungen auf den Menschen entsprechend angewendet werden, steht einem Erfolg im Leben nichts mehr im Wege. In diesem Sinne wünschen wir diese Ausführung als Inspiration verstanden.
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