Aktuelle Angegebote freies Familienzentrum Sachsen
 

Trommelprojekt

Afrika – Mutter Afrika,
Wüsten, Steppen, Urwald,
Flüsse, Seen und Berge,
Insekten, Vögel, Fische,
Reptilien und Säugetiere,
Alles deine Kinder,
So wie wir – deine Kinder.
Afrika – Mutter Afrika,
Mutter, Mutter,
siehst du alle deine Kinder?
Mutter, Mutter,
hörst du mich?“
Kubria (*1990), Schülerin aus Ghana

Gefördert über Stärken vor Ort, dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, sowie dem Europäischen Sozialfond führten wir im Jahr 2010 ein Trommelprojekt durch. Ziel war es, Jugendlichen, die auf Grund ihrer Entwicklung auch Grenzwerterfahrungen in Schule, Ausbildung und / oder des familiären, wie freundschaftlichen Umfeldes machen müssen, Unterstützung zu geben.

Trommeln erschien uns als ein ideales, sie begeisterndes Instrument, durch das sie ihre ganz eigenen Gefühle ausdrücken können und gleichzeitig lernen, die Verschiedenheit in ein harmonisches Ganzes zu führen. Trommel bedarf keiner Voraussetzung, jeder kann es erlernen.

Also zogen wir, Johannes Flad als Trommellehrer mit Djembe und Lolita Erhard als organisatorische Projektleiterin enthusiastisch an verschiedene Schulen in und um Burgstädt, um Jugendliche für dieses soziokulturelle Projekt begeistern.
Anfangs lief Vieles noch sehr zögerlich ab, die Wenigen, die am Projekt zu Beginn teilnahmen, vermehrten sich allerdings zunehmend.

Als sich schließlich eine feste Gruppe gefunden hatte, zu welcher auch (vorerst inkognito....) zwei Lehrerinnen zählten, schlugen jeden Donnerstag kräftige Trommelklänge durch das Haus! Vorurteile abbauen, im Takt oder Rhythmus mit den anderen schlagen, gemeinsam zu spielen, sich einlassen, wie auch aus sich heraus gehen, das waren Impulse, die Johannes nicht lehren musste, sondern die sich „einfach so“ ergeben haben.

Wie jedes Projekt, jeder Weg ein Ziel verfolgt, an welchem man beim Ankommen ein Fest feiern kann, visierten wir – wie kann es beim Trommeln anders sein – ein Afrikafest an.
Afrika wurde nun über viele Wochen hin Impulsgeber, Begleiter, Freund. Verbunden mit diesem schwarzen Kontinent, dieser Wiege der Menschheit, einerseits der Armut und dem großen Hoffnungsschimmer, der sich über einen legt, taucht man beispielsweise in die Kunst, die Farben, die Bilder... Afrikas ein.

Um dieses Fest so authentisch wie möglich zu machen, gestalteten wir eine Dekoration, die die Besucher in diesen schwarzen Kontinent versetzen sollte. Vom leiblichen Wohl, über die Bazaratmosphäre an den Einkaufsständen bis hin zur Musik sollte alles ineinander fließen, wie die Abendsonne, wenn sich die Tiere davor erwärmen.

Am 25. September 2010 war es dann soweit. Unter dem Motto: „Welcome to Africa“ stand ein ganzes Haus im Afrolook – alle Besucher gingen auf Kunstsafari.
Viele unterstützten das Fest und wir möchten auf diesem Weg der Schülerfirma Nyendo
aus München auf Herzlichste bedanken. Sie schickten uns erstklassische Waren von
Kleinkunsthandwerkern aus Afrika. Wer mehr von der Ideologie erfahren möchte, logge sich unter: www.nyendo.de ein. Auch der Verein der Angolaner unter Leitung von Irene M. aus Chemnitz unterstützten das Fest.

Eine junge Frau flechtete bunte Rastas ins Haar der Kinder, in den Werkstätten war reges Schaffen beim Recyclingbasteln, im Café konnten die unzähligen Besucher mittrommeln, und typische Speisen und Getränke Afrikas genießen. Am Afrikafest wehte uns zwar ein trotziger Wind, der wie ein grauer, europäischer Novembertag schien, jedoch zählten wir mehr als 100 Besucher, die allesamt einen mentalen Ausflug nach Afrika erlebten.

Viele kleine Leute, an vielen kleinen Orten,
die viele Dinge tun, werden das Antlitz dieser Welt verändern.
(aus Tansania)


Afrikaprojekt zum herunterladen.

Afrika in Sachsen